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Ein Jahr voller Abenteuer in Rosario, Argentinien

Als ich am 11. August 2016 ins Flugzeug stieg, wusste ich nicht, was für eine unglaublich tolle Zeit mich erwarten würde. Ich verbrachte 14 Stunden im Flieger, bis ich in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens, ankam. Von dort fuhr ich 5 Stunden mit dem Bus bis nach Rosario, wo meine Gastfamilie auf mich wartete.

 

Meine Gastfamilie bestand aus meinen Gasteltern, meiner Gastschwester Josefina und meinem Gastbruder Luca, welcher aber nicht mehr zu Hause lebt.

 

 

 

In den 2 Stunden, die wir mit dem Auto von Rosario nach Las Rosas fuhren, war es eher still. Was verständlich war, denn ich konnte kein Spanisch und sie kein Englisch, geschweige denn Deutsch. Wir kamen in der Wohnung meiner Familie an und mir wurde alles gezeigt und einiges erklärt. Ich sollte mich wie ein Teil ihrer Familie fühlen, was sie mir direkt versuchten, mit Google-Übersetzer klar zu machen.

 

Mein meist gesagter Satz in den ersten paar Wochen war wohl „Ich verstehe nicht“, was ich zu Beginn fast auf alles antwortete.

 

Mit meiner Gastschwester zusammen ging ich in eine Klasse und lernte so schnell neue Freunde kennen. Meine Mitschüler und meine Lehrer haben mich mit offenen Armen empfangen und mir so den Start in eine neue Kultur und Sprache erleichtert.

 

Die ersten zwei bis drei Monate hörte ich viel zu und konzentrierte mich darauf, die Sprache schnell zu lernen. Nach circa vier Monaten gelang mir dies schon sehr gut, ich verstand fast alles und konnte mich gut verständigen.

 

Ich bekam einen Einblick in die argentinische Kultur, trank Mate, schlief während der Siesta und vieles mehr. Außerdem probierte ich viele neue Gerichte und lernte das Essen dort besser kennen.

 

Wir machten einige Ausflüge und schauten uns das riesige Land etwas genauer an. Wir besichtigten Buenos Aires, Carlos Paz, die Wasserfälle in Iguazu und noch einige andere schöne Städte.

 

Mit meinen Freunden ging ich in den Park, schaute mir Fußballspiele an, spielte Karten oder redete und lachte einfach. Gleichzeitig konnte ich mit meiner Gastschwester über alles sprechen und sie wurde wie eine richtige Schwester für, als würden wir uns ewig kennen.

 

Ich feierte einige wichtige Tage in Argentinien, wie Weihnachten und Neujahr bei 40 Grad, aber auch meinen 16. Geburtstag verbrachte ich in diesem wunderschönen Land.

 

 Nach 10 Monaten war mein atemberaubendes Abenteuer leider schon zu Ende und der Abschied viel schwer. Ich lernte nicht nur ein komplett fremdes Land besser kennen, ich entdeckte eine neue Kultur, lernte eine neue Sprache, fand Freunde und eine zweite Familie fürs Leben. Doch vor allem lernte ich mich selbst besser kennen und lernte viel dazu.

 

Nach mehr als einem Jahr werde ich in den Sommerferien zurückfliegen und mein zweites Zuhause besuchen. Dieses Auslandsjahr war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, und ich würde mich immer wieder dafür entscheiden.

 

 

Laura Jobst

 

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