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Und dann macht es: Vong!


Wie jedes Jahr kürte auch dieses Mal der Langenscheidt-Verlag das Jugendwort 2017 und wie jedes Jahr fragt man sich, ob das wirklich ein Wort ist, welches die Jugendlichen in ihrem täglichen Sprachgebrauch verwenden. Dieses Jahr wurde „ I bims“ zum Sieger ernannt, was so viel bedeuten soll wie „Ich bin es“ oder einfach nur „ich“. Mitbewerber um den Titel waren dieses Jahr die Begriffe „geht fit“, was ein Synonym für „alles klar“ sein soll und das Wort „napflixen“, als eine Bezeichnung für ein Nickerchen während eines Films.

Nun aber zum eigentlichen Wort bzw. der Sprache des Jahres, denn seit einiger Zeit gibt es eine besondere und eigenartige Sprache – die sogenannte „Vong-Sprache“. Die Vong–Sprache hat ihre eigenen Regeln. Wir jungen Leute kennen diese Sprache von Facebook, Instagram etc. Ein wichtiger Punkt, den man bei dieser Sprache berücksichtigen muss ist, dass man auf keinen Fall auf die richtige Grammatik, den Satzbau oder auf eine korrekte Schreibweise verschiedener Wörter achtet. Man benutzt den Ausdruck „I bims“ um sich vorzustellen oder auf sich aufmerksam zu machen. Zudem gibt es in dieser Sprache keine unbestimmten Artikel, denn diese werden durch die Ziffer 1 ersetzt. Die Sätze bestehen fast nur aus Anglizismen und es ist auch keine klare Satzstruktur zu erkennen. Vergleiche werden mit dem Ausdruck „vong ...her“ betitelt und Adjektive oder Adverben werden nominalisiert und in einer unrealistischen Vermischung von englischen und deutschen Ausdrücken zusammengestellt. Um den Satz zu vervollständigen, fügt man an jedes Satzende ein „lol“, welches keine tief greifende Bedeutung hat. Um diese neue und anscheinend sehr verbreitet Diktion zu veranschaulichen, folgen im Anschluss einige Beispiele. 

K1  → keins 

Nit → nicht  

owaia → Ups 

weng → wenn 

sori → Entschuldige bitte!


Um sich nun auch einen vollständigen Satz ansehen zu können, gibt es noch ein anschaulich dargestelltes Beispiel:

- Halo i bims 1 Sonntag vong Niceigkeit her. Morgem isd Schule, da hasd du nit frei. Lol


Wie man hier schön sehen kann, ist es eine sehr einfach gehaltene Satzstruktur und auch der Inhalt wird sofort ersichtlich. 


Wer sich noch genauer mit der Thematik dieser neuen Ausdrucksform beschäftigen will, kann das mit Hilfe des Buches „Vong: Was ist das für 1 Sprache“ erarbeiten, in dem man sich mit der Sprache und dessen Gebrauch beschäftigt. Als kleines Fazit kann ich sagen, dass dieses Wort nun dem Zeitgeist der heutigen Jugend entspricht, jedoch fördert es die grammatikalischen Fähigkeiten, die man in der Schule braucht, nicht wirklich.

sandra


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