Das Leben eines Seminararbeitschreiberlings

Er hat schon oft davon gehört, 

sich aber nie daran gestört.

Am Anfang der Elften, da heißt es dann:

„Jetzt schreibt eure Arbeit, fangt am besten gleich an!"

„Kein Plan, wie das geht", denkt der Schüler sich, 

„aber ich hab ja viel Zeit, also stresst mich nich'."

Er setzt sich nachmittags ins W-Seminar, 

ist zwar anwesend, aber doch nie ganz da.

Kriegt viele Blätter und noch mehr Informationen -

aber jetzt anfangen? Würd' sich das lohnen?

„Die Arbeit schreib ich in den Sommerferien, 

mach wenig Anderes, schau keine Serien!"


Doch der Schreiberling macht alles andere sechs Wochen lang,

schreiben tut er natürlich nichts und dann wird ihm bang:

Nach den Ferien kommt er in die Schule zurück, 

gefühlt sind schon alle fertig - das ist ja verrückt!

Findet er doch einen Gleichgesinnten, freut er sich sehr,

aber auf geht's: Schnell müssen Bücher her!


Der Schreiberling merkt: bald ist Abgabezeit

und Seminararbeit-Schreiben ist doch keine Kleinigkeit...

Beim Blick in die Bücher wird ihm schnell klar:

„Die geschwollene Sprache hier ist ja unzumutbar."

Erneut sucht er nach neuen Quellen,

findet schließlich auch brauchbare Stellen,

schreibt dann eine Woche lang Tag und Nacht,

wird fast verrückt, aber dann ist's vollbracht!


Und dann ist der Schreiberling einfach nur glücklich :)

michi


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