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Trash is for Tossers

Zero Waste Life: Wortwörtlich heißt das ein Leben ohne Müll. Keinen Müll zu produzieren, das geht in der heutigen plastikbestimmten Welt nicht so einfach. Lauren Singer aus Brooklyn in New York hat es geschafft, den Abfall der letzten vier Jahre in ein einziges Einmachglas zu stecken. Der umweltbewusste Mensch fragt sich: Wie kann das funktionieren?

Der meiste Müll und die größte Umweltverschmutzung wird verursacht durch: Kleidung. Deswegen ist der Second-Hand-Shop eine gute Alternative zu kommerziellen Läden. Natürlich wird bei der Herstellung von Klamotten auch Müll produziert, aber da Lauren vor allem auf Bio-Baumwolle und andere natürliche Materialien achtet, geht der von ihr produzierte Müll fast gegen Null. Da aber auch nahezu alle Pflegeprodukte wie Zahnpasta, Deo und Bodylotion in Plastik verpackt  werden, macht sie diese einfach selbst. Sie nimmt dafür Zutaten wie Kokosöl, Sheabutter, Natron oder Backpulver. Alle ihre Rezepte sind auf ihrem Youtube-Channel und Blog www.trashisfortossers.com zu finden.

Produkte, die sie nicht selbst herstellt, kann sie in speziellen Supermärkten in Einmachgläser abfüllen, notiert den Kilopreis als Etikettenersatz in ihrem Handy, um kein Papier zu verschwenden und lässt das Glas an der Kasse wiegen. Dasselbe Prinzip wendet sie bei Mehl, Nüssen, Salz und anderen Lebensmitteln an, wobei vorher immer das Glas gewogen und dann das Glasgewicht abgezogen wird.

Jede Woche geht Lauren mit einer Eierschachtel, 3 Baumwolltaschen und 2 Kartoffelnetzen bepackt zum Bauernmarkt, um dort frisches Obst, Gemüse, Eier und Brot einzukaufen, welches sie in ihren mitgebrachten Transporttaschen verstaut. Im gleichen Zuge gibt sie außerdem ihren Kompost bei den Bauern ab. Zu Hause in ihrer Wohnung sind nur Glasschüsseln, Holzlöffel, Metallschneebesen und eine Bambuszahnbürste zu finden. Lauren geht mit einem guten Beispiel voran.

Um unser Umweltbewusstsein zu stärken, könnte ein Anfang sein, beim Einkaufen immer eine Stofftasche parat zu haben. Auf die Frage ‚Eine Plastiktüte dazu?‘ können wir dann mit guten Gewissen mit ein fröhliches ‚Nein, danke.‘ zwitschern. Und wenn uns diese Plastiktüte auch noch in einem Second-Hand-Shop angeboten wird, dann sind wir auf dem besten Weg uns von den anderen ‚Tossers‘ abzuheben.

 

 

Emi

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