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Genmanipulation und Qualzucht an Tieren - geht der Mensch zu weit?

Seit einiger Zeit treten in den Medien immer wieder Berichte, in denen Tiere durch künstliche Genmutationen verändert werden, auf. Die „neu geschaffenen“ Wesen haben jedoch oftmals darunter zu leiden.

 

Im Wesentlichen hat der Mensch zwei Motive, die ihn dazu bewegen, in die Natur und die Evolution einzugreifen: Zum einen, weil vor allem „Haustiere“ schöner, süßer, ästhetischer aussehen sollen und zum anderen, weil vor allem „Nutztiere“, welche meistens in Massentierhaltung leben, mehr Fleisch bzw. andere „Lebensmittel“ liefern sollen, als sie es           Quelle: El Rey Magnum RCF from Orrion Farms LLC on Vimeo

normalerweise tun.

Dementsprechend nehmen Forscher oder Züchter oft gezielt Mutationen an den Genen vor, was letztendlich zu äußerlichen (und damit oft verbundenen innerlichen) Veränderungen führt. Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür ist der Mops: Aus dem Verlangen nach einem andersartigen, schönen Hund „mopste“ man ihm im Laufe der Zeit die Nase – was für die Atmung und somit die Gesundheit des Tieres offensichtlich nicht gerade das Beste ist.                                                                       

Ein weniger bekanntes, dafür sehr schockierendes Beispiel ist ein Pferd namens „El Rey Magnum“, das mit einem Pferd, wie wir es kennen, nahezu mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten hat: Ein stark gebogener Kopf, große Augen, ein kleiner Rumpf und lange Beine erinnern eher an eine aus einem Comic entsprungene Figur als an ein echtes, lebendiges Tier. Das in den USA lebende Araberfohlen sei, laut Züchtern, mühevoll verändert und letztendlich optimiert worden, sodass es nun mehrere Millionen Dollar wert sei – das Interesse sei, trotz des jungen Alters, enorm. In den sozialen Medien hagelt es jedoch, ebenso wie von Seiten der Tierschützer, Kritik: Aufgrund des „deformierten“ Kopf sei die Gesundheit des Pferdes sehr gefährdet; anders als Hunde oder Menschen sind Pferde nämlich nicht dazu in der Lage, durch den Mund zu atmen.

 

 

Video: https://www.blick.ch/news/ausland/fuer-seine-zuechter-ist-el-rey-magnum-ein-voller-erfolg-tieraerzte-sind-entsetzt-id7467868.html

 

Auch im Bereich der „Nutztiere“ werden Änderungen vorgenommen. Hier sind beispielsweise die genmanipulierten Muskelschweine aus Kambodscha zu erwähnen, die dem Riesenschwein aus der Netflixserie „Okja“ stark ähneln. Dass dies keine Fiktion und keine Dystopie, sondern traurige Realität ist, wird beim Anblick der Schweine schnell klar. Bereits 2015 berichteten Medien von dem Versuch einiger Forscher und Züchter, Schweine mit doppelter Muskelmasse als gewöhnlich zu schaffen. Damals handelte es sich um 32 Lebewesen, von denen lediglich eines annähernd gesund war; alle anderen gingen an den eigentlich unzumutbaren körperlichen Gegebenheiten zugrunde. Offensichtlich wurde das Experiment hiernach nicht beendet: neue Video- und Fotoaufnahmen beweisen, dass die Tiere weiterhin gehalten werden, um deren Samen zu verkaufen, damit die Fleischproduktion dauerhaft erhöht werden kann.

 

Natürlich haben Züchtungen und damit oftmals verbundene Genmanipulationen bzw. -mutationen nicht immer negative Auswirkungen. Hornlose Rinder oder virusresistente Schweine haben so weniger Verletzungen oder Krankheiten.

(Trotzdem möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Massentierhaltung nicht zu unterstützen ist! Auch, wenn die Situation der Tiere minimal verbessert werden kann, sind die Verhältnisse nach wie vor unzumutbar.)

Mein persönliches Fazit ist deswegen eindeutig: Der Mensch greift definitiv zu sehr in die Natur       © Viral Thread                                                                                                       ein – nur, um für sich selbst den größtmöglichen                                                                                                                                        Profit zu sichern.

 

                                                                                                                                                                 

 

nadja

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