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Laufen, um zu helfen

Auch dieses Jahr war der Regensburger Leukämielauf am 15.10.2017 mehr als erfolgreich – sogar so gefragt, dass bereits 10 Tage vor dem Lauf jeder Versuch, sich anzumelden, zwecklos war, denn mit starken 3300 Voranmeldungen wurde die Maximalgrenze an Teilnehmern erreicht. Sich ein paar Kilometer von den Hüften zu laufen und dabei durch raschelnde Herbstblätter bei strahlendem Sonnenschein und 23 Grad zu joggen oder auch zu walken, das ließ sich niemand entgehen. Als die Bürgermeisterin Frau Gertrud Maltz-Schwarzfischer um 12 Uhr den Startschuss abfeuerte, begann das Event mit 1300 Begeisterten auf der 5 Kilometer Strecke. Für etwa 1500 Hobby-, aber auch Sportläufer begann um 14 Uhr die Herausforderung, denn sie hatten sich für stolze 10 Kilometer angemeldet. Am Kinderlauf und beim Nordic Walking waren es je 250 Teilnehmer, welche für einen guten Zweck schwitzten. Angekommen im Ziel erhielt man kostenloses Cola oder Wasser und frisches Obst, welches von der Leukämiehilfe und den Maltesern zur Verfügung gestellt wurde. An die 110 Helfer sorgten rund um den Leukämielauf für einen reibungslosen Ablauf sowie ein unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmer und Beteiligten.

Für einen guten Zweck schwitzen? Dieser Lauf ist ein ganz besonderer Lauf: neben einem T-Shirt, welches man kostenlos erhält, ist das zuvor bezahlte Startgeld gleichzeitig eine Spende für Leukämiekranke. Das Ganze wird von der Leukämiehilfe Ostbayern e.V. veranstaltet. Als enger ehrenamtlicher Partner steht der LLC Marathon Regensburg a.V. schon seit dem ersten Regensburger Leukämielauf im Jahr 1999 an der Seite der Leukämiehilfe. Auch die Organisationsaufgaben für den Lauf werden rein ehrenamtlich erledigt, sodass am Ende möglichst viel Geld zum Spenden zur Verfügung steht. Das Schöne an diesem Lauf, was auch ich selbst bemerkt habe, ist, dass das ganze Event ohne jeglichen Konkurrenzdruck stattfindet. Hier gilt das Motto: „Dabei sein ist alles“. So steht nicht die persönliche Bestleistung im Vordergrund, sondern vielmehr das Miteinander für kranke Menschen, weshalb der Regensburger Leukämielauf auch der Lieblingslauf von vielen Sportlern ist.

Bei dem Lauf konnte man sich in der RT-Halle typisieren lassen, denn Mitarbeiter der Aktion Knochenmarkspende Bayern nahmen dort Daten von potenziellen Spendern auf. Ein Team der Uni-Klinik nahm den potenziellen Spendern nun noch ein paar Tropfen Blut ab, um zu überprüfen, ob diese auch wirklich als Spender geeignet sind. Eine überaus erfreuliche Nachricht ist, dass rund 100 neue Stammzellenspender am Sonntag gefunden wurden.

Für die müden Läuferbeine waren Physiotherapeuten von den Döpfer-Schulen ebenfalls in der RT-Halle anwesend und retteten hier dem ein oder anderen seinen restlichen Tag auf den Beinen. Insgesamt ist das meiner Meinung nach einer der schönsten Läufen im Umkreis Regensburg und ist es auf jeden Fall Wert, dass ihr nächstes Mal dabei seid!

                                                                                                                                 

penny

 

 

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