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Urlaub ganz nah: Keilberger Idylle

Man verreist, um Abstand vom Alltag zu bekommen, um entspannen zu können und um alle Sorgen und Probleme für einen kurzen Augenblick zu vergessen. Doch warum sollte man ein oder vielleicht sogar zwei Monatsgehälter an ein Reiseunternehmen zahlen, um für kurze Zeit in einem ausgebuchten, überfülltem Hotel zu sein und den ganzen Tag an einem mit Menschenmassen übersäten Strand zu verschlafen? Natürlich hat es auch Vorteile, ein kleines Vermögen für einen Urlaub auszugeben – insbesondere für das Reiseunternehmen, denn dieses behält einen nicht zu unterschätzenden Teil des gesparten Urlaubsgeldes ein – doch es geht auch einfacher.

 Vor einiger Zeit verbrachte ich ein Wochenende bei Bekannten, die ein kleines Häuschen in der Nähe von Regensburg besitzen. Doch anders als im Zentrum der Stadt, demjenigen Teil Regensburgs, in dem die Menschen durch die Altstadt mit den eng bebauten Gassen und über die vielbefahrenen Hauptstraßen hetzen, steht dieses Haus ganz einsam und verlassen auf einem kleinen Hügel in Keilberg. Ein schmaler Schotterweg führt über weite Wiesen und Felder zu diesem abgelegenen Haus, das umgeben von grünem Gras und inmitten von zahlreichen Bäumen steht. Es grenzt an ein kleines Wunder, dass dieses Gebiet nicht mit Luxusschlösschen und geteerten Straßen zugepflastert ist. Abgesehen von dieser idyllischen Lage ist zu erwähnen, dass es in diesem Haus keinen Fernseher gibt und der Internetempfang nicht optimal ist. Dies stellt heutzutage für einige Jugendliche ein Ausschlusskriterium dar, um dort Zeit zu verbringen. Doch, ob man es glaubt oder nicht, das Leben besteht nicht nur aus digitalen Medien und es gibt durchaus einige andere Beschäftigungsmöglichkeiten. Neben Fußball spielen, spazieren gehen, verstecken spielen im Maisfeld, dem Vernaschen von frischen Früchten vom Baum, einem Lagerfeuer oder auch Traktor fahren, gibt es sogar die Möglichkeit schwimmen zu gehen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um einen mit Chlor verseuchten High-Tech Swimmingpool, sondern um einen naturbelassenen Teich, der nebenbei auch einigen Libellen und Fröschen als Zuhause dient. Besonders beeindruckend ist die atemberaubende Aussicht auf die Stadt, denn zwischen den Wipfeln der umliegenden kleinen Bergen und Hügeln zeichnet sich die Skyline der Kleinstadtmetropole ab, die von den meisten Bewohnern von Regensburg und der Umgebung gar nicht wahrgenommen und bewundert wird, beziehungsweise nicht gesehen und bestaunt werden kann.
Ich habe gerne Zeit an diesem Ort verbracht und diese besondere und einzigartige Atmosphäre genossen – dieses Wochenende regelrecht als Urlaub empfunden. Ich habe diesen Ort kennen, schätzen und lieben gelernt und ich wünschte ich könnte wieder dorthin.

 

                                                                                                                                                              Gastbeitrag by  Kathrin

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Kommentare: 2
  • #1

    leoniebrl (Donnerstag, 08 März 2018 08:42)

    ich wohne am Keilberg und ich war schon öfters bei diesem Haus!... und ich kann nur eins sagen... es ist viel schöner als es ja schon gezeigt wird!!! ich bin so gerne an dem Ort um einfach mal runterzukommen... zwar war ich noch nie in diesem Weiher, weil ich absolut keine Frösche mag, aber meine Familie war schon öfters drinnen baden! auf jeden Fall empfehle ich dieses Haus voll, weil man mal ganz abgeschirmt von der Außenwelt ist!...

  • #2

    Cookiefresser (Donnerstag, 15 März 2018 12:28)

    cool