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Crossfit – Forging Elite Fitness

 Den Sport Crossfit gibt es eigentlich schon, seit ihn Coach Greg Glassman 1980 erfunden hat, aber so richtig boomen tut er erst jetzt. Auf der ganzen Welt eröffnen Menschen Boxen (Crossfit-Gyms) und absolvieren dort ihre WODs. Unter den Sportlern sind diese schon lange bekannt, aber im Volksmund sind sie noch eher weniger verbreitet. Manche Nichtsportler haben bereits davon gehört. Aber was genau die Leute da machen, um welches System es sich handelt, was man davon hat oder wie man es ausführt, das wissen viele nicht und über genau das werde ich hier ein bisschen berichten.

 

Im Crossfit versucht man, schlicht und einfach gesagt, einen perfekten Athleten oder „The Fittest Man on Earth“ bzw. „The Fittest Woman on Earth“, wie die Betreiber der „Crossfit Games“ es nennen würden, zu kreieren. Wie kann man sich das vorstellen? Ganz einfach: Man werfe ein Dutzend Elite-Sportler (Sprinter, Triathlet, Olympischer Gewichtheber, Kraftdreikämpfer, Strongman, Turner, usw.) auf einen Haufen und lässt sie alle in unterschiedlichen sportlichen Disziplinen antreten (Sprint, Weitsprung, Gewichtheben, Laufen, Klettern usw.). Wer gewinnt? Die jeweiligen Sportler werden ziemlich sicher in ihrer eigenen Sportart gewinnen, aber was ist mit den anderen Disziplinen? Wird ein Sprinter gut abschneiden im Marathonlauf? Kann ein Marathonläufer 250kg „deadliften“? Oder kann ein Strongman im Handstand 25m weit gehen? Wahrscheinlich eher nicht! Und genau hier kommt der Crossfitter ins Spiel. Der Crossfitter wird NIRGENDS Erster, denn dort platzieren sich die jeweiligen Sportler, die genau diesen Sport ausüben. Allerdings wird der Crossfitter, (oder sollte er) ÜBERALL Zweiter werden. Ein Crossfit-Athlet versucht also von allem ein bisschen was zu können, um überall gut aufgestellt zu sein. Er versucht also Ausdauer (kardiovaskuläre bzw. respiratorische Ausdauer und Durchhaltevermögen), Kraft (Leistung und Stärke), Beweglichkeit, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance, Koordination und Genauigkeit miteinander so gut wie möglich zu kombinieren und ein Allround-Athlet zu werden. Hört sich hart an und ist auch so. So kann ein Elite-Crossfit-Athlet, wie z.B. Matt Fraser (Fittest Man on Earth 2016) 220kg Kniebeugen, 226kg Kreuzheben und 170kg im Clean und Jerk bewegen. Dazu kann er aber auch sehr lange Läufe mit Gewichtswesten, Klimmzüge usw. problemlos absolvieren. Und ja, er schafft die 25m im Handstand locker.

 

Crossfit erschafft also im Großen und Ganzen starke Athleten, die in allen Bereichen gut abschneiden können. Das Training eines solchen Sportlers ist sehr abwechslungsreich und wird oftmals in sogenannten WODs (Workout of the Day) durchgeführt. Crossfitter benutzen so gut wie keine Maschinen, dafür kommen Sachen wie Langhanteln, Kurzhanteln, Kettlebells, Seile, Schlitten, Springseile, Säcke, schwere Bälle usw. zum Einsatz.

 

Wer beim Crossfit anfangen möchte, muss sich keine Sorgen machen, dass er zu schlecht ist. Crossfit ist komplett skalierbar und kann auf den jeweiligen Menschen zugeschnitten werden, d.h. Workouts für Nichtsportler sehen anders aus als Workouts für Leute, die bereits davor schon trainiert haben. Allerdings muss man dazu wirklich gute Trainer um sich herum haben, denn die jeweiligen Übungen (Gewichtheben, Grundübungen, Turnen usw.) sind hoch komplex und schwierig auszuführen. Wenn dort kein kompetenter Trainer an der Seite ist, kann man schnell etwas falsch machen und sich verletzen.

 

                                                                                                                                                            penny

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